Mittwochabend (21.04.2010) in der Hauptstadt und Greyzone Concerts hatte mit einem Gemeinschaftskonzert von La Coka Nostra und Inspectah Deck eine wirklich leckeres Menü zusammengestellt. Gefeiert werden sollte im Astra Kulturhaus, Revaler Straße, unweit des Cassiopeia mit freundlicher Unterstützung von Dj San Gabriel (HHDS).
La Coka Nostra beherbergt seit seiner Gründung im Jahre 2005 legendäre MCs wie Everlast (House of Pain), Ill Bill (Non Phixion) und Slaine (Special Teamz), sowie die nicht weniger bekannten Produzenten Dj Lethal und Danny Boy (beide House of Pain, Danny Boy auch MC). Allein diese Zusammenstellung ließ beim geneigten Fan bereits den Puls steigen.
Zusätzlich wurde auch noch das bereits für die vorherige Woche vorgesehene Konzert von Wu-Tang Mitglied Inspectah Deck dazu geschaltet, da dieser aufgrund der bösen isländischen Vulkanasche leider nicht kommen konnte.
Als Konzertbesucher geht mein persönlicher Dank an Eyjafjallajoküll (DER Vulkan), welcher neben Greyzone dieses Kollabo-Konzert möglich gemacht hat.
Genug der Vorworte, kommen wir auf die Sachen. Geladen wurde bereits zu 20:00 Uhr und wie üblich, sah man zu dieser frühen Stunde erst einmal wenig von den zu erwartenden Gästen.
Das eher weitläufige Astra sah zunächst etwas leer aus. Das änderte sich jedoch gegen 21:00 Uhr als dann doch eine ganze Menge Leute die Tanzfläche enterten.
Einstimmungstechnisch verwöhnte Dj San Gabriel gewohnt souverän mit passenden Vorspeisen zum bevorstehenden Menu und man wippte sich in Stimmung. Ab 21:30 Uhr wurde dann gegessen!
Der erste Gang bestand aus Inspectah Deck (a.k.a. Rebel INS) welcher mit Soloparts aus Wu-Klassikern wie “C.R.E.A.M.”, “Protect Ya Neck” oder “Triumph” erst einmal alles klar machte.
Weiterhin gab es neue Kreationen aus seinem kürzlich erschienenen Album “Manifesto” zu hören, welche genauso vom Publikum abgefeiert wurden. Um die ganze Angelegenheit etwas gemütlicher zu gestalten, begab sich Deck das eine oder andere Mal auch ins Publikum.
Als der erste Gang nach ca. 45 Minuten aufgeputzt war gab Deck MCs aus dem Publikum die Gelegenheit, neben ihm auf der Bühne etwas ein zu rappen. Das Angebot wurde zwar mit Zurückhaltung angenommen, war aber eine sympathische Geste, die man bei anderen Künstlern und Veranstaltungen oftmals vermisst.
Nach kurzer Verdauungspause wurde dann der zweite und eigentliche Hauptgang des Abends serviert. Everlast, Ill Bill, Danny Boy und Slaine legten los und brachten das Beste aus jedem Konzertbesucher hervor.
Geboten wurden sowohl ältere Happen, als auch neue Kost aus “A Brand You Can Trust“. Obwohl entweder schon etwas in die Tage oder ins Gewicht gekommen, ließ keiner der Künstler etwas vermissen.
Die rauchige Stimme von Everlast, die Maschinengewehrraps von Bill, Agressivität von Slain und beste, funkdoobiestartige Reime von Danny Boy machten La Coka Nostra zu einem besonderen Geschmackserlebnis.
Als das große Fressen gegen Mitternacht zu Ende war, konnte sich der Gast noch zur kostenlosen Nachspeise ins Cassiopeia begeben. Bei den Kosten für das Menü in Höhe von 25 EUR an der Abendkasse, war dies sehr zu begrüßen.
Was soll man noch sagen? Es hat hervorragend geschmeckt, aber noch lange nicht satt gemacht. Weiter so, Greyzone!
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